0
Aktuelles

Der Zitronenuntergang

Der Zitronenuntergang ist ein einfaches, spannendes Experiment zum Thema „was schwimmt und warum schwimmt etwas?“.

Alles, was du dafür benötigst, hast du wahrscheinlich zu Hause, sodass du sofort loslegen kannst.

Für den Zitronenuntergang brauchst du:

– eine Zitrone
– ein Gefäß, z.B. ein großes Glas oder eine Schüssel – am besten sollte es durchsichtig sein, damit du sehen kannst, was passiert.
– ein Messer
– Wasser

So geht’s:

Fülle dein Glas (oder deine Schüssel) mit Wasser. Nun gib die Zitrone in das Wasser. Was passiert? Schwimmt sie oder geht sie unter?

Nimm‘ die Zitrone jetzt wieder heraus und schäle sie.

Bevor du sie wieder in’s Wasser gibst, überlege, was passieren wird.

Denkst du, dass sie jetzt immer noch schwimmt?

Oder geht sie vielleicht jetzt unter?

Hast du eine Idee, wieso das so sein könnte?

Jetzt gib sie wieder ins Wasser und schau, ob du Recht hattest.

Kurz erklärt:

Warum geht die Zitrone unter, wenn sie geschält wird? Und warum schwimmt sie, wenn sie ungeschält bleibt?

Das kann auf den ersten Blick etwas verwirren, weil die nackte Zitrone (also geschält) doch weniger wiegt, als die Zitrone mit Schale. (Eine mittelgroße Zitrone wiegt in etwa 120 Gramm, eine mittelgroße geschälte Zitrone wiegt ca. 85 Gramm).

Die Antwort ist: Die Schale der Zitrone enthält viel Luft. Die ungeschälte Zitrone trägt sozusagen Schwimmflügelchen. Schälst du die Zitrone, ziehst du ihr die Schwimmflügel aus und die Zitrone geht unter.

Etwas genauer – für Forscher-Experten: 

Ob etwas schwimmt oder nicht hat mit der Dichte zu tun und nicht (alleine) mit dem Gewicht. Die ungeschälte Zitrone hat eine geringere Dichte als Wasser, die geschälte Zitrone hat eine größere Dichte als Wasser. Ein Körper (so nennen Forscher Dinge, also hier bei uns ist das die Zitrone) schwimmt, wenn er eine geringere Dichte hat als Wasser.

Gewicht: Gibt die Masse eines Körpers (also bei uns: der Zitrone) an. Du misst das Gewicht in Gramm. Das Gewicht der ungeschälten Zitrone ist ca. 120 Gramm. 

Dichte: Gibt das Verhältnis der Masse zum Volumen eines Körpers (also hier: der Zitrone) an. Du kannst die Dichte zum Beispiel in Gramm pro Liter oder auch in Gramm pro Kubikzentimeter messen.

Und zum Abschluss noch ein Experiment – aber nur in Gedanken:

Stell dir mal Folgendes vor: Du hast zwei gleichgroße Boxen. Die eine Box füllst du randvoll mit Zitronen (ungeschält). Und die andere Box füllst du randvoll mit geschälten Zitronen. Welche wäre schwerer? Klar, die Box mit den geschälten Zitronen wäre schwerer. Es würden auch mehr (nackte) Zitronen reinpassen.

Jetzt stell dir noch eine dritte Box (auch genauso groß) vor. Die dritte Box ist randvoll mit Wasser gefüllt. Welche Box wäre jetzt wohl am schwersten von den dreien? Stell dir noch etwas vor: Stell dir vor, die Zitronenboxen von oben sind so voll gefüllt, dass zwischen die Zitronen keine Luft mehr passt. Welche der drei Boxen wäre jetzt wohl am schwersten? Klar, das mit „keine Luft dazwischen“ geht natürlich nur in deiner Vorstellung. Aber du könntest es ja mal ausprobieren. Du bräuchtest nur eine Menge Zitronen…